14.08.2009 Lernstätte mit Modellcharakter

Lernstätte mit Modellcharakter

Langen - (fm) Sie wächst und wächst, die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA). Wenn in wenigen Tagen das neue Ausbildungsjahr beginnt, erwartet Geschäftsführer Thomas Keil zirka 70 junge Leute. Insgesamt 200 Azubis werden dann im Wirtschaftszentrum Neurott zum Anlagenmechaniker, Elektroniker oder Industriekaufmann ausgebildet. Ein Bild von der Einrichtung machte sich dieser Tage die Langener CDU-

Fraktion. Dabei war Peter Wichtel, Westkreis-Kandidat der Union für die Bundestagswahl und Betriebsratschef der Fraport, die zu den wichtigsten Partnern der Gesellschaft gehört. Von daher begleitet er die PBA-Geschichte schon eine ganze Weile. Den Neubau, der 2006 bezogen wurde, kannte er allerdings noch nicht.

Keil informierte die Besucher beim Rundgang durch die Ausbildungshallen über die vielen Facetten der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit einer Schulungsfläche von 3 600 Quadratmetern gehört die PBA zu den größten und modernsten Ausbildungszentren im Rhein-Main-Gebiet. Ebenso wichtig ist den Verantwortlichen jedoch, soziale Kompetenz zu vermitteln. Dazu zählen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Umgangsformen, Respekt, Team- und Konfliktfähigkeit. „Schule ist vorbei, die zukünftigen Arbeitgeber stellen andere Anforderungen an ihre Beschäftigten. Wir bereiten unsere Auszubildenden auch darauf vor, um ihnen einen möglichst reibungslosen Start in den erlernten Beruf zu ermöglichen“, fasste der Geschäftsführer eine der Leitlinien seines Hauses zusammen.

Neben der Aus- und Weiterbildung, oft von Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen, hat die PBA mittlerweile zwei weitere Bereiche geschaffen, die auch finanziell erfolgreich sind. So wurde eine leistungsfähige Produktionsstätte für die mechanische Fertigung, Montage und Elektro-Installation als Dienstleister realisiert und das Service-Center mit Reparatur- und Ersatzteilgeschäft von Gartengeräten, Häckslern, Elektro-Werkzeugen, Sägen und Eigenprodukten kontinuierlich ausgebaut.

Modellcharakter hat das Zentrum vor allem durch die Kooperation mit Firmen und Kommunen, die ausbilden lassen oder Patenschaften übernehmen. Die Zentralisierung des Ausbildungspotenzials an einem Standort ist finanziell sowohl für kleine Firmen als auch für größere Unternehmen interessant, da sie selbst kein eigenes Ausbildungspersonal benötigen.

Wir können nur hoffen, dass uns das Engagement bei der PBA auf diesem hohen Niveau erhalten bleibt und wir die hervorragenden Ausbildungsmöglichkeiten in der Region weiter zur Verfügung stellen können“, sagte Peter Wichtel.

Der Zug für das am 1. September beginnende Ausbildungsjahr ist im Übrigen noch nicht abgefahren. Zwei Plätze (einer als Elektroniker, einer als Mechatroniker) sind noch zu haben. Auch für 2010 können sich junge Leute schon bewerben.


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