20.12.2010 Tüftelei in internationalen Teams

Deutsch-französische Kooperation auf dem Feld der Elektrotechnik: 18 Auszubildende im Alter von 17 bis 20 Jahren waren drei Tage zu Gast bei der PBA Langen, um gemeinsam zu lernen und Steuerungsanlagen zu programmieren.

Langen - (hob) Facharbeiter auf internationalen Baustellen müssen heutzutage Fähigkeiten mitbringen, die problemlose Zusammenarbeit in multinationalen Teams ermöglichen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist die Frankfurter Werner-von-Siemens-Schule bereits im Jahr 2002 eine Kooperation mit dem Lycée Beaumont im französischen Redon eingegangen. Und die hat sich bis heute prächtig entwickelt - mittlerweile hat sich mit dem Lycée Lesage eine weitere französische Schule angeschlossen. Dass im Zuge der wechselseitigen Besuche die deutschen Workshops stets volle Erfolge sind, ist zu einem guten Teil der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) im Langener Neurott zu verdanken. Sie unterstützt neben regionalen Ausbildungsfirmen das Programm maßgeblich.

Gegenbesuch in Langen

Die jüngste Ausbildungswoche mit insgesamt 18 deutschen und französischen Auszubildenden des Berufsfelds Elektrotechnik im Alter von 17 bis 20 Jahren ist gerade zu Ende gegangen. Nach dem gemeinsamen Automatisierungsworkshop im Mai in Frankreich folgte nun der Gegenbesuch, bei dem drei Tage lang die PBA in Langen Ort des Geschehens war. „Die Azubis - unter ihnen vier aus unserer Einrichtung - haben sich in Zweierteams mit professionellen Projekten aus ihrem Berufsfeld Elektrotechnik befasst", erzählt PBA-Ausbildungsleiter Heinz-Peter Heusel. „Diesmal war die Programmierung einer Steuerungsanlage die Aufgabe. Daneben gab es Unterricht an der Schule und Fraport ermöglichte Einblicke in die Arbeitsabläufe am Frankfurter Flughafen." Von der Kooperation habe einmal mehr nicht nur das Englisch der Teilnehmer profitiert. „Sie nehmen neben dem eigentlichen Projektergebnis etliche Erfahrungen mit", bilanziert Heinz-Peter Heusel.

Projektarbeit schafft Selbstvertrauen

Ins gleiche Horn stößt PBA-Geschäftsführer Thomas Keil: „Nicht als Urlauber, sondern als Arbeiter eine Woche im Ausland zu verbringen, fällt so manchem zunächst mal nicht leicht. Sobald man die jungen Leute aber während des Projekts oder hinterher befragt, zeigt sich, dass alle froh sind, diese Erfahrung gemacht zu haben." In einer Gastfamilie zu leben und sich professionell in der Fremdsprache Englisch zu verständigen sei jedes Mal wieder eine Herausforderung. „Wenn man dann auch noch eine Projektarbeit im Team erfolgreich abschließt, hat man so richtig Selbstvertrauen getankt", weiß Keil. Die PBA bildet aktuell 200 Azubis zu Mechatronikern, Elektronikern oder Industriekaufleuten aus.

 


zurück