18.11.2010 Pittler ProRegion auf Expansionskurs

Auf Expansionskurs: Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH hat sich im Darmstädter Schenck Technologie- und Industriepark eingemietet. Darüber freuen sich (von links): PBA-Geschäftsführer Thomas Keil, Bürgermeister Frieder Gebhardt, TIP-Geschäftsführer Karl-Heinz Pfuhl, Andreas Birk (Vorstandsmitglied der Carl Schenk AG) und Michael Müller (Vorsitzender der Stiftung ProRegion).

Langen/Darmstadt ‐ Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) hat über die Stadtgrenzen hinaus expandiert. Seit Kurzem betreibt das Unternehmen eine Ausbildungsstätte im Schenck Technologie- und Industriepark (TIP) in Darmstadt.

Die PBA hat an der Landwehrstraße Werkstatt- und Schulungsräume in der Größenordnung von etwa 1500 Quadratmetern gemietet und die Ausstattung zum Teil gekauft.

Rund 20 junge Leute werden dort aktuell zu Mechatronikern, Anlagenmechanikern, Elektronikern oder Industriekaufleuten ausgebildet. Hinzu kommen zahlreiche Ingenieurstudenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg/Mannheim und der Fachhochschule Rüsselsheim, die in den Werkstätten Praxiserfahrungen für ihre Bachelor-Studiengänge sammeln.

Lohnfertigung und Erwachsenenbildung

PBA-Geschäftsführer Thomas Keil will in Darmstadt das bewährte Konzept fortführen, mit dem das Langener Unternehmen zu einem Garant für qualifizierte Aus- und Weiterbildung geworden ist und zudem Fertigungsleistungen für Fremdfirmen anbietet. An der Langener Amperestraße steht eines der modernsten Ausbildungszentren im Rhein-Main-Gebiet, das zurzeit etwa 200 Lehrlinge fit für den Beruf macht. Die PBA ist dabei Partner für Industrie- und andere Unternehmen, für die sie einen Teil oder die komplette Ausbildung übernimmt, zum Beispiel für den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport oder Thyssen Krupp.

Im Schenck Technologie- und Industriepark wurde bisher zwar auch ausgebildet. Lohnfertigung und Erwachsenenbildung wie bei der PBA gab es dort in der Vergangenheit aber kaum. Beides werde nun verstärkt angeboten, was den Darmstädter Standort aufwerte, sagt Keil. Die Ausbildungskapazität will er kontinuierlich steigern. „Wir gewährleisten eine Erstausbildung, die kundenorientiert auf die spezifischen Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten ist", betont der Geschäftsführer.

Zusätzliche Ausbildungsplätze könnten entstehen

Da die PBA bei der Erwachsenenschulung beziehungsweise der beruflichen Qualifizierung zertifiziert ist, dürfte das Angebot für zahlreiche Unternehmen von Bedeutung sein, etwa in Zeiten von Kurzarbeit oder bei der Weiterbildung. Drehen, Fräsen, Schweißen, Pneumatik oder die MS-Office-Programme listet Keil als Beispiele auf. Lohnfertigung soll in Darmstadt ebenfalls in Bereichen wie Drehen und Fräsen, aber auch in der Blechbearbeitung oder im Schaltschrankbau geleistet werden.

Bürgermeister Frieder Gebhardt und der Vorsitzende der Stiftung ProRegion, Michael Müller, begrüßen das Engagement der PBA in Darmstadt. Mit deren Know-how könnten dort zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Außerdem ließen sich Synergieeffekte für beide Standorte erzielen. Durch die Ausdehnung nach Süden gewinne das Langener Ausbildungsunternehmen an Renommee und könne seine Position stärken.

 


zurück