Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit

Theorie und Praxis in leicht verständlichen Seminarblöcken

Interessieren Sie sich für die Arbeit an elektrischen Betriebsmitteln? Sind Sie allerdings elektrotechnischer Laie, besitzen Sie also keine fachspezifische Ausbildung? Für eine Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit sind wir gerne Ihr kompetenter Ansprechpartner. Wir bieten Ihnen einen Lehrgang, der durch seine Gesamtstruktur aus Theorie und Praxis alle für diese Qualifikation relevanten Fragen der Elektrotechnik leicht verständlich behandelt.

Bringen Sie mit diesem Lehrgang Theorie und Praxis stimmig in Einklang – in einer 10tägigen Schulung, die Sie intensiv in alle wichtigen und relevanten Bereiche der Elektrotechnik einarbeitet. Beginnend mit elektrischen Grundlagen über die Elektroinstallationstechnik bis hin zur Funktion elektrischer Maschinen: Unser Theoriebaustein bietet eine fundierte Wissensbasis für die anschließende Fachpraxis. Auch in dieser werden alle berufsüblichen Felder der Elektrotechnik leicht verständlich und lebensnah eintrainiert.

Eine wichtige Unterscheidung

Bevor wir näher auf die eigentlichen Inhalte dieses elektrotechnischen Lehrgangs eingehen, lohnt sich ein Blick auf grundsätzliche Fragen. Eine sehr häufig vor Kursen gestellte Frage bezieht sich auf die Differenzierung zwischen einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit und einer Elektrotechnisch unterwiesenen Person – abgekürzt mit „EUP“. Die Definitionen der DGUV können Aufschluss über diese sehr interessante Unterscheidung geben:

Im Regelfall wird die fachliche Qualifikation als Elektrofachkraft durch den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung nachgewiesen. Hier kommt exemplarisch etwa eine Ausbildung zum Elektroingenieur oder zum Elektrotechniker in Betracht. Haben jedoch Personen diese Voraussetzung nicht und sollen sie dennoch für festgelegte Tätigkeiten (etwa nach § 5 Handwerksordnung) bei der Inbetriebnahme und der Instandhaltung von elektrischen Betriebsmitteln eingesetzt werden, so können diese Personen durch eine entsprechende Ausbildung die Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit erreichen. Im Vergleich dazu ist eine elektronisch unterwiesene Person, wer durch eine Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten unterrichtet und angelernt wurde. Soweit der Unterschied der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person. Letztere ist also nur für einfachste elektrotechnische Tätigkeiten einsetzbar, wohingegen die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit vor allem auch für anspruchsvollere Tätigkeiten eingesetzt werden kann.

Aber was ist daneben unter einer „festgelegten Tätigkeit“ zu verstehen? Darunter fallen nach der Definition der DGUV gleichartige, sich wiederholende Arbeiten an Betriebsmitteln, die vom Unternehmer in einer Arbeitsanweisung beschrieben sind. In eigener Verantwortung dürfen dabei lediglich solche Tätigkeiten ausgeführt werden, für welche die erfolgte Ausbildung nachgewiesen ist. Dementsprechend achten wir bei der inhaltlichen Kursgestaltung sehr darauf, dass wir die Ausbildung stets auf eine breite Basis an unterschiedlichen, berufstypischen Anwendungen der Elektrotechnik beziehen. So erlangen Sie nach Seminaren dieser Art durch die neu gewonnenen Kompetenzen einen größtmöglichen beruflichen Nutzen.

Wussten Sie auch ...?

... dass in vielen Betrieben – vorwiegend Handwerksbetrieben – regelmäßig Arbeiten anfallen, die nach bestimmten Vorschriften nur von einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit ausgeführt werden darf. Diese durchaus zukunftsträchtige Weiterbildung ist demnach auch für Möbel- und Küchenmonteure (sowie weitere Handwerksberufe) interessant, da anschließend nämlich die für ihr Arbeitsgebiet typischen elektrotechnischen Arbeiten selbst erledigt werden können. In welchem Berufsfeld Sie momentan auch tätig sind – die Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit sichert Ihnen eine dauerhafte Erwerbsmöglichkeit, da Sie damit über eine oft und in unterschiedlichen Berufsfeldern erforderliche Wissensfundierung verfügen. Dieses durchaus relevanten Wettbewerbsvorteils werden Sie sich noch deutlicher nach erfolgreicher Beendigung der Weiterbildung bewusst sein.

Von A bis Z: Ihre Ausbildungsinhalte

Auch zur konkreten Ausbildung einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit beinhaltet die DGUV bestimmte Anforderungen: So müssen in der theoretischen Ausbildung die wichtigsten Kenntnisse der Elektrotechnik vermittelt werden. Die praktische Ausbildung soll hingegen an den in Frage kommenden Betriebsmitteln durchgeführt werden. Sie soll dabei gleichsam die Fertigkeiten vermitteln, mit denen die in der theoretischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse für die Tätigkeiten sicher angewendet werden können. Wir möchten Ihnen nun eine etwas detailliertere Übersicht zu den konkreten Lehrgangsinhalten geben:

So setzt sich die Theorie aus fünf wesentlichen Bausteinen zusammen. Elektrische Grundlagen sollen Ihnen die Funktion von Stromkreisen und die grundlegenden Abläufe der Elektrizität näherbringen. Mit dem Modul Elektrotechnische Bauelemente und Elektroinstallationstechnik gehen Sie anschließend stärker in die Vertiefung der angewandten Elektronik. Es wird Ihnen hier unter anderem ein Verständnis für Widerstände, Kondensatoren und Spulen beigebracht, außerdem erfahren Sie etwa Grundregeln der Leitungsverlegung. In den abschließenden Theoriebausteinen Errichten und Prüfen elektrischer Anlagen und Geräte sowie Elektrische Maschinen und Steuerungstechnik erfahren Sie alles Wissenswerte über gesetzliche Bestimmungen, Sicherheitsregeln, Schutzmaßnahmen sowie die konkreten Arbeitsschritte mit elektrischen Maschinen.

Was Sie in der Theoriephase an elektrotechnischem Wissen erworben haben, werden Sie anschließend sukzessive in der Praxis anwenden. Der Seminarbaustein Fachpraxis beginnt mit einer allgemeinen Einweisung auf den Laborarbeitsplatz und mit Spannungs-, Widerstands- und Strommessungen folgt Ihre eigentliche, praktische Ausbildung. Es reihen sich Übungen zur Reihen- und Parallelschaltung von Widerständen, zur Arbeit an einem Transformator und zur Drehstrom- und Schaltungstechnik ein. Abschließend stehen das Ausschalten mit Steckdose, das Errichten und Prüfen elektrischer Anlagen und Geräte sowie weitere praktische elektrotechnische Anwendungen auf dem Programm.

Es war bei der Gestaltung dieser Weiterbildung unser Bestreben, die Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis stimmig aufeinander aufzubauen, um Ihnen so eine eindringliche und lehrreiche Studienatmosphäre schaffen zu können. Bis zu Beginn der praktischen Anwendungen sind Sie vor allem bezogen auf sicherheitsrelevante Fragen der Elektrotechnik hingehend geschult. Mit diesen Grundlagen – und der jederzeit zur Verfügung stehenden Hilfe mehrerer Ansprechpartner – sind Sie auch in Aspekten der Sicherheit anschließend für die praktischen Übungen gut vorbereitet.

Einige abschließende Fakten

Nach einer Lehrgangsdauer von 10 Tagen sind Sie nach theoretischer und praktischer Prüfung mit einem Teilnahmezertifikat der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH ausgestattet und in der Lage, die betriebsspezifisch festgelegten Tätigkeiten als Elektrofachkraft weitgehend eigenverantwortlich durchzuführen. Die Schulungen finden von Montag bis Donnerstag jeweils von 8:00 Uhr bis 15:45 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 15:30 Uhr statt. Haben Sie noch weiterführende Fragen zu dieser elektrotechnischen Seminar, zur Anmeldung, relevanten IHK Bestimmungen oder erforderlichen Grundlagen in der Elektrotechnik? Treten Sie gerne mit uns in Kontakt. Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner für diese Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit und nennen Ihnen gerne alle aktuellen Termine indem wir Ihnen die freien Plätze für die Seminare für das Jahr 2016 vorstellen.

Lehrgangsinhalt –Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit – in Kurzform

Theorie

Elektrische Grundlagen

  • Elektrischer Stromkreis, Elektrische Spannung, Elektrischer Strom, Elektrischer Widerstand, Ohmsches Gesetz, Elektrische Leistung, Elektrische Arbeit, Elektrischer Wirkungsgrad

Elektrotechnische Bauelemente

  • Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Transformatoren, Relais und Schütze
  • Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom): Einführung

Elektroinstallationstechnik

  • Leitung und Kabel in der Elektroinstallation
  • Grundregeln der Leitungsverlegung

Errichten und Prüfen elektrischer Anlagen und Geräte

  • Gesetzte Verordnungen, Vorschriften und Bestimmungen, Gefahren des elektrischen Stromes, die >>5 Sicherheitsregeln<< nach DIN VDE 0105, Überstrom-Schutzeinrichtungen, Querschnittsermittlung für Leitungen und Kabel, Schutzmaßnahmen gegen gefährliche Körperströme, Schutz gegen elektrischen Schlag unter Fehlerbedienung

Elektrische Maschinen und Steuerungstechnik

  • Elektrische Maschinen
  • Steuerungstechnik (auszugsweise)

Fachpraxis

Einweisung auf den Laborarbeitsplatz

  • Allgemeines, der Laborarbeitsplatz, Gefahrenhinweise, Hinweise zum Umgang mit Messgeräten

Spannungs- und Widerstandsmessungen am Arbeitsplatz

  • Ermitteln Sie die Spannungsart und den Spannungswert folgender Spannungsquellen, Direkte Widerstandsmessung, Messtechnische Untersuchungen an elektrischen Bauelementen, Zusammenfassung der direkten Widerstandsmessung

Spannungs- und Strommessungen im einfachen Stromkreis

  • Allgemeines, Aufgabenstellung, Zusammenfassung, Indirekte Messung der elektrischen Leistung, Aufgabenstellung, Zusammenfassung

Reihenschaltung von Widerständen

  • Direkte Widerstandsmessung, Indirekte Widerstandmessung, Reihenschaltung von Glühlampen, Schaltung mit Vorwiderstand

Parallelschaltung von Widerständen

  • Direkte Widerstandsmessung, Indirekte Widerstandmessung, Parallelschaltung von Glühlampen

Transformatoren

  • Strom- und Spannungsmessungen am Transformator

Drehstromtechnik

  • Spannungsverhältnisse, Sternschaltung, Dreieckschaltung, Frequenzumrichter

Schaltungstechnik

  • Installationsschaltungen, Allgemeines

Ausschalten mit Steckdose / Errichten und Prüfen elektrischer Anlagen und Geräte

  • Einführung, Aufbau und Installation eines TN-C-S-Systems, Aufbau und Installation eine TN-C-S-Systems mit RCD, Messungen bei VDE 0133 / EN 60204 / IEC 204

Schützschaltungen - Elektrische Maschinen und Steuerungstechnik 203

  • Einführung, Folgeschaltung von zwei Motoren, Wendeschützschaltung, Automatische Stern-Dreieck-Schaltung Direkte Widerstandsmessungen am Drehstrommotor

Lehrgangsdauer:

10 Tage

Schulungszeiten:

Montag - Freitag 8.00 -15.00 Uhr

Abschluss:

Teilnahmezertifikats der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH, einschließlich theoretischer und praktischer Prüfung.

Teilnahmegebühr:

1.300,- €, zzgl. MwSt

Lehrgang anfragen

Wenn Sie weitere Informationen zum Lehrgang wünschen, füllen Sie einfach das unten stehende Formular aus und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

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